Unser Einsatzgebiet

Affecking war früher eine eigene Gemeinde. Sie wurde jedoch im Jahre 1937 in die Stadt Kelheim eingemeindet und bildet heute den größten Kelheimer Stadtteil. Kelheim liegt mit seinen 16.000 Einwohner direkt an der Mündung vom Rhein-Main-Donau-Kanal in die Donau. Die nächstgrößere Stadt Regensburg befindet sich ca. 25km östlich von Kelheim. In der direkten Umgebung befindet sich auch der Donaudurchbruch, das berühmte Kloster Weltenburg und natürlich auch die Kelheimer Befreiungshalle.

Ein Stadtteil von Kelheim

Unser OrtsschildGleich vorweg – in Affecking wohnen rund 5.000 Menschen und damit mehr als in vielen selbstständigen Gemeinden Bayerns. Der heutige Kelheimer Stadtteil Affecking deckt sich in etwa mit dem Gebiet der bis 1937 selbstständigen Gemeinde Affecking. Damals wollte man mit der Gemeinde auch gleich deren 1000 Jahre alten Namen tilgen und bezeichnete unser Affecking als „Kelheim-Ost“, diese Sprachregelung verschwand aber nach 1945 wieder. Heute nach wie vor vorhanden ist die Gemarkung Affecking, als grundbuchrechtliche Zuordnung aller Grundstücke in unserem Stadtteil. Dabei ist es angebracht einen weiteren Begriff zu klären, nämlich „Hohenpfahl“: hierbei handelt es sich um nichts anderes, als einen von vielen Flurnamen innerhalb der früheren Gemeinde Affecking, der wohl mit „Am hohen Weg“ zu übersetzen ist.

Nun aber zu einer groben Beschreibung der Ausdehnung von Affecking und damit des unmittelbaren Schutzbereichs der Freiwilligen Feuerwehr Affecking.

Blick vom Norden mit der DonauAm einfachsten fällt die Abgrenzung im Norden. Dort an der Donau, einem Europäischem Schicksalsstrom, beginnt Affecking, jedoch haben ihre Fluten Affecking nie großen Schaden zufügen können, wie etwa der Stadt Kelheim. Dies liegt am Anstieg des Donauufers in Affecking, das ein natürliches Hindernis für jedes Hochwasser bildet. Andererseits stellt die Donau seit jeher ein unerschöpfliches Löschwasserreservoir dar, dass bei vielen Bränden von unschätzbarem Wert war. Viele Generationen von Affeckingern sind am Wasser aufgewachsen und verdanken ihm ihre schönsten Kindheitserinnerungen, wenngleich der Strom auch immer wieder seine Opfer forderte. Ferner sollte man sich der historischen Bedeutung der Donau als Grenze des Römischen Reichs bewusst sein, auf unserem Ufer endete einst das „Imperium Romanum“. Im Westen bildet die Georg-Kerschensteiner-Straße die Grenze von Affecking, sie führt geradewegs vom Tal den Berg hinauf und erschließt die vielen Querstraßen, die vor allem nach dem 2. Weltkrieg zur Aufnahme von Heimatvertriebenen angelegt wurden. Die Grundschule Hohenpfahl liegt somit noch auf Affeckinger Gebiet, ebenso als „Enklave“ die frühere Donaumühle. Die Affeckinger Waldungen und Fluren reichen bis an die Gemarkungen von Weltenburg und Thaldorf, wobei die Bahnstrecke Regensburg – Ingolstadt etwa die Südgrenze von Affecking bildet. Im Osten ist Saal a.d. Donau unser Nachbar, wobei die Grenze genau durch den Hafen Kelheim/Saal verläuft. Ausgehend von zwei alten Siedlungskernen, dem „Dorf“ und dem „Berg“ hat sich innerhalb der Spanne eines Menschenlebens ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet entwickelt, dass zur Heimat von rund 4.000 Menschen geworden ist.

Blick vom Hafen nach AffeckingFür uns als Feuerwehrleute sind aber vor allem die so genannten besonderen Objekte von Bedeutung - Gebäude und Anlagen, die im Brandfall spezielle Anforderungen an uns stellen. Hiervon hat Affecking wahrlich einiges zu bieten: die industrielle Produktion und Lagerung im Faserwerk (mit seiner eigenen Werksfeuerwehr), in den Nachfolgebetrieben der Süd-Chemie und den zahlreichen Betrieben im Hafengebiet. Die Grundschule Hohenpfahl, sowie die beiden Kindergärten der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, der Hotel-Gasthof Frischeisen mit Brauerei, das Möbelhaus Brandl, eine Reihe von Tankstellen und Handwerksbetrieben, sowie landwirtschaftlichen Anwesen und schließlich der Verkehrsknoten an der Europabrücke und der Bahnübergang an der Abensberger Straße. Unsere Ortskenntnis und unser unmittelbarer Bezug zu unserem Stadtteil und seinen Bewohnern sind Pluspunkte, die im Einsatz von großer Bedeutung sein können und im Zusammenwirken mit der Stützpunktfeuerwehr Kelheim und anderen Organisationen bislang meist, dazu geführt haben, dass wir unseren Einsatzanforderungen gerecht werden konnten. Unsere Hilfsbereitschaft endet jedoch nicht an der Ortsgrenze, wir leisten überörtliche Hilfe im nördlichen Landkreis Kelheim, wobei gerade die Hochwasserereignisse der letzten 10 Jahre unsere ganze Kraft gefordert haben.